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Smartphone Versicherungen- gegen was ist mein Begleiter versichert?

- Ferhat Ziba

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Mister-Wong

Smartphones sind heutzutage ein täglicher Begleiter. Dabei müssen die kleinen schlauen Handys mehr aushalten als man denkt. Temperaturschwankungen, verstaubte Hosentaschen, Stürze, An-Aus-An-Aus-An-Aus und so weiter. Dadurch wird die angegebene Lebensdauer des Geräts meistens gar nicht erst erreicht. Und die Preise sind nicht so gesteckt, dass man „mal eben“ ein Neues kauft wenn das Alte kaputt geht. Üblicherweise ist der Handykauf deshalb mit einigem Kalkül. Da man es länger besitzen wird, muss es eines der neusten Modelle sein. Dadurch bleibt erstens die Technik für ein bis zwei Jahre auf dem mehr oder weniger neusten Stand und zweitens werden die Flagship Smartphones durchgehend mit Updates verbessert. Hat man es dann endlich in den Händen, wird direkt eine Hülle angelegt und eine Folie auf den Display geklebt. Es soll ja nichts passieren! Doch was, wenn doch? 

Handyortung immer anlassen

Der Begriff „Ortungsdienste“ schreckt viele Handynutzer zurück. „Die sollen nicht wissen wo ich bin“. Eine klassische Aussage, aber nur bedingt nachvollziehbar. Bei fast allen Smartphones sind Ortungsdienste individuell für jede App einstellbar. Dass dabei Google Maps nicht 24/7 Ortungsdienst nutzen darf, sollte eingestellt sein. Dass aber die eigene Handyortung im Fall eines Diebstahls oder Verlusts aus ist, sollte eben nicht der Fall sein. 

Also: über die Cloud (iOS) oder Windows 10 (Android) immer schön die Handyortung einstellen. Das hilft ungemein, auch weil darüber die Daten auf dem Handy gelöscht oder Signaltöne gesendet werden können. Das Handy taucht im Ernstfall dadurch zwar häufig nicht wieder auf, allerdings kann ein weiterer Schaden durch Datenmissbrauch verhindert werden.

Wasserschäden werden nicht erstattet

Eine so einfache Abhilfe wie bei einem Diebstahl gibt es bei Wasserschäden leider nicht. Auch Besitzer eines „wasserfesten“ Smartphones haben kein Anspruch auf Ersatz, sollte das Gerät wider Erwarten undicht sein. Der Hersteller übernimmt keine Garantie bei Wasserschäden, ein Umtausch wird in den meisten Fällen deshalb verweigert. Feuchtigkeitsindikatoren, die im Inneren des Smartphones in die Hardware integriert sind, machen Diskussionen um Gewährleistung überflüssig. Jeder Smartphone-Hersteller kann den Feuchtigkeitseintritt rechtssicher nachweisen. 

Es muss sich also folgende Grundsatzfrage gestellt werden: Sind mir die Features eines High-End-Smartphones den Preis und das Risiko wert? Oder greife ich lieber zu einem günstigeren Produkt und kann dadurch einen Schaden jeglicher Art leichter verschmerzen? Viele Nutzer beantworten die erste Frage mit Ja. Deshalb ist die Überlegung einer Handyversicherung nicht verkehrt.

Handyversicherungen- das ist wohl Typsache

Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, dass ich bisher nach einem Handykauf bei der Frage nach einer Versicherung immer abgewunken habe. Ich habe gerade 700 Euro für ein Handy ausgegeben, da zahle ich doch nicht direkt nochmal 10 Euro im Monat für eine Versicherung, wird schon nichts passieren. Naja, nicht immer bin ich mit dieser Taktik gut gefahren.

Mittlerweile treten immer mehr Handyversicherungen auf die Bildfläche, die wirklich günstig ein Smartphone gegen viele Schadensersatzfälle absichern. So ist man mittlerweile mit ungefähr 10 Euro im Monat dabei. Für ein neues Smartphone sollte das wirklich nicht mehr zu viel sein.

Im Endeffekt ist es wohl Typsache. Ich als „naja, wird schon passen“-Typ versuche mich immer noch ohne Versicherung durchzuringen und auf mein Smartphone aufzupassen. Sollte der Bildschirm doch mal springen, kennt man doch sowieso jemanden der es reparieren kann für wenig Geld. Tatsache ist, dass der Preis für eine Versicherung nicht mehr hoch ist, weshalb es definitiv sinnvoll für sein High-End-Produkt ist eine solche abzuschließen. Viele Fälle, wie der Wasserschaden, werden sonst aus eigenem Geldbeutel bezahlt werden müssen.

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