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Drei mobile Hotspots im Test- nützlich oder überflüssig?

- Ferhat Ziba

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Mister-Wong

Erst neulich saß ich im Regionalzug neben einem in Anzug gekleideten Mann, der hektisch E-Mails beantwortete und telefonierte zugleich. Dadurch fiel mir auf, dass mein Internet auf dem Handy ständig aussetzte, weil wir mitten durch die Pampa fuhren. Angeschlossen an seinem Laptop war kein Internetstick oder Ähnliches. Erst als er ausstieg griff er in seine Tasche und machte ein kleines Gerät, einem Brillenetui ähnlich, aus und es verschwand wieder in der Aktentasche. „Das sowas heutzutage noch jemand nutzt“ habe ich mir gesagt. Hat ein mobiler Hotspot wirklich eine sinnvolle Funktion im Zeitalter internetfähiger Handys?

Klein aber fein

Notebooks, Tablets oder MacBooks haben keine Simkarte für mobiles Internet aus eigener Kraft. Zwar schaffen auch Smartphones, per sogenanntem Tethering, einen mobilen Wlan Hotspot aufzubauen, allerdings ist das Datenvolumen dann schnell aufgebraucht und auch die Verbindung ist nicht immer optimal. Ein „MiFi“-Hotspot kann dagegen helfen.

Dabei besteht er aus nur sehr wenigen Einzelkomponenten. Die Plastikhülle umschließt den Akku, einen Simkarten Slot und einem Internettransmitter. Meist ist noch eine kleine Anzeige verbaut, die über Empfang und Akkulaufzeit des kleinen Geräts informiert. Die Schnelligkeit des Internets ist dabei beachtlich. Ist ein LTE Mast in der Nähe, lassen Sie LTE-Turbo-fähige Hotspots Videos streamen oder Musik im Internet hören. Meist ist jedoch kein Mast erreichbar (an Bahnstrecken z.B.), wodurch auf langsameres UMTS-Netz zurückgegriffen wird.

Modelle quer durch die Bank

Für erfahrene Mobilsurfer stehen Modelle mit größerem Akku oder schnellerer Konnektivität bereit. Wer sich erst einmal kostengünstig an die Methode gewöhnen will, für den haben wir ebenfalls Produkte in Petto.

Huawei E5786

Angefangen mit einem richtigen Topmodell, stellt der Huawei E5786 richtige Spitzenwerte auf. Der mobile Wlan Hotspot gehört zu den wenigen Geräten auf dem Markt, die ein Wlan-ac-Netz aufbauen. Das ist ganz banal ausgedrückt einfach „schnelleres Internet“ (LTE inbegriffen). Das Frequenzband liegt zwischen 2,4 und 5 Gigahertz, was überall Internet gewähren sollte. Die Schnelligkeit kann darin allerdings nicht ausgedrückt werden. 

Huawei verspricht eine Laufzeit von zehn Stunden, was ebenfalls im hohen Bereich anzusiedeln ist. Der kleine Funker benötigt eine microSIM Karte und bezieht Strom über seinen Akku oder über ein angeschlossenes USB Kabel. Wer schnelles und möglichst stabiles Internet für unterwegs sucht, ist hiermit gut beraten. Die Qualität hat allerdings auch ihren Preis. Mit 170€ ist der Huawei E5786 vergleichsweise teuer, leistet aber sehr gute Arbeit.

Vodafone R216

Der Vodafone R216 ist eines der Modelle die in der Mittelklasse anzusiedeln sind. Mit 70€ schlägt er nicht ganz so auf den Preis wie das Huawei Flaggschiff, ist aber trotzdem LTE-fähig. 1.500 Milliamperestunden lassen ihn laut Herstellerangaben bis zu acht Stunden laufen und sollte das nicht ausreichen kann der Akku bei weiterem Bedarf gewechselt werden. Insgesamt ist damit das Preis-Leistungsverhältnis meiner Meinung nach etwas besser, als bei dem 100€ teureren Huawei Modell. 

ZTE MF65 MiFi Hotspot

Als Einstiegsmodell lässt sich der ZTE MF 65 MiFi Hotspot empfehlen. Mit nur 30€ kann man wenig falsch machen. Allerdings muss Ihnen bewusst sein, dass sich der Preis mehr auf die Leistung projiziert als beim Vodafone R216. Denn LTE-Funktion hat das günstige Modell nicht, mit UMTS-Empfang sind natürlich nur deutlich langsamere Verbindungen empfangbar. Der Akku ist mit 1.500 Milliampere ausgestattet und hält somit sicherlich für die ein oder andere lange Zugfahrt durch. Die SIM Karte in normaler Größe lässt sich bequem rein- und rausschieben. Die Verarbeitung ist also in Ordnung, nur die geringe Schnelligkeit zeigt sich im niedrigen Preis.

Wer sich also schwer damit tut, ein weiteres Gerät für viel Geld anzuschaffen und mit sich rumschleppen zu müssen, findet mit dem ZTE Hotspot eine tolle Alternative. Das High-End-Produkt ist definitiv das Huawei Modell und die Variante von Vodafone liegt in der goldenen Mitte. Entscheiden Sie selbst.

photo credit: Vodafone Germany Corporate Communications Der Gigabit-Router kombiniert die Leistungsfähigkeit von Vodafones hochmodernem Kabelglasfasernetz mit gebündelten LTE-Frequenzen im Mobilfunk via photopin (license)